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Der Hochschulvergleich – FAQ


  • Wer führt den Hochschulvergleich durch?
  • Wann werden welche Fächer untersucht?
  • Woher stammen die Daten?
  • Wie erfolgt die Zuordnung zu den Ranggruppen?
  • Was sagt die Zuordnung zur Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe aus?
  • Umfasst der Vergleich nur subjektive Urteile über die Universitäten?
  • Warum habe ich keinen Fragebogen erhalten, obwohl meine Studienrichtung
       im Vergleich vertreten ist?
  • Kann man österreichische Universitäten mit deutschen und Schweizer
       Universitäten überhaupt vergleichen?
  • Nehmen auch Fachhochschulen am Vergleich teil?
  • Was ist ein Studien- bzw. Fachbereich?

  • Wer führt den Hochschulvergleich durch?
    Die Österreichische Qualitätsicherungsagentur (AQA) koordiniert die Datenerhebung zum internationalen Hochschulvergleich in Österreich. Die Methodik des Vergleichs wurde vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) erarbeitet und wird gemeinsam mit der AQA und den Fachbeiräten weiterentwickelt. Die Datenerhebungen werden jährlich durchgeführt.

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    Wann werden welche Fächer untersucht?
    Die Studienrichtungen werden alle drei Jahre im Turnus untersucht. Im Herbst/Winter 2004/2005 wurden Studienangebote der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhoben. Der Vergleich 2005/2006 untersuchte Studien der Naturwissenschaften und Informatik. In der Erhebungsrunde 2006/2007 wurden die Studien der Ingenieur- und Geisteswissenschaften sowie die Studien Erziehungswissenschaft und Psychologie analysiert.

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    Woher stammen die Daten?
    Die auf der Website präsentierten Daten setzen sich aus Fakten (z. B. Drittmittel pro WissenschafterIn) und Studierendenurteilen (z. B. Beurteilung des Lehrangebots und der Infrastruktur) zusammen. Die Daten werden durch die Universitäten selbst bereitgestellt (Fragebogen für Universitätsverwaltungen, PDF bzw. Fragebogen für Fachbereiche, PDF), bzw. im Zuge der Befragung von Studierenden (Fragebogen für Studierende, PDF) und Lehrenden (Fragebogen für Lehrende, PDF) erhoben.

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    Wie erfolgt die Zuordnung zu den Ranggruppen?
    Zur Festlegung von Ranggruppen (Spitzen-, Mittel und Schlussgruppe: farblich grün, gelb und rot gekennzeichnet) werden zwei Verfahren eingesetzt.

    Fakten: Gruppenbildung nach Quartilen
    Bei den Fakten (z.B. „Promotionen pro ProfessorIn“ und „Drittmittel pro WissenschafterIn“) werden die Werte der Größe nach geordnet und dann in drei Gruppen eingeteilt: Die Hochschulen der ersten 25 Prozent der Rangwerte (1. Quartil) werden der Spitzengruppe zugeteilt, die Hochschulen der nächsten 50 Prozent der Rangwerte (2. und 3. Quartil) der Mittelgruppe und die letzten 25 Prozent der Rangwerte (4. Quartil) der Schlussgruppe. Wenn Werte sehr dicht beieinander liegen, orientiert sich die Gruppeneinteilung an deutlichen Unterschieden in den Daten („Sprungstellen“).

    Urteile: Gruppenbildung nach signifikanten Abweichungen vom Durchschnittsurteil im Fachbereich
    Bei den Urteilen der Studierenden („Bibliotheken“, „Studienorganisation“ usw.) werden die jeweiligen Mittelwerte der Studienbereiche in ihrer relativen Position zum Durchschnittswert für den gesamten Studienbereich eingeordnet. Maßgeblich für die Einordnung in eine Ranggruppe ist dabei ein Konfidenzintervall um den jeweiligen Mittelwert, welches neben der Anzahl der Urteile berücksichtigt, wie einheitlich die Beurteilungen an einem Fachbereich ausgefallen sind. Bei den Studierendenurteilen handelt es sich um das 95%-Konfidenzintervall basierend auf Normalverteilungsannahme. Liegt der in dieser Untersuchung erhobene Mittelwert für den Fachbereich außerhalb des Intervalls eines Fachbereichs an einer Hochschule, erfolgt eine Einordnung in eine der Extremgruppen, andernfalls eine Zuordnung zur Mittelgruppe. Damit ist sichergestellt, dass zwischen den Hochschulen der Spitzen- und Schlussgruppe erhebliche und statistisch signifikante Mittelwertunterschiede bestehen. Im Unterschied zu den über Quartile ermittelten Gruppen (die immer einen bestimmten Prozentsatz der Hochschulen enthalten) ist bei diesem Verfahren die Größe der (Spitzen-)Gruppe nicht festgelegt, sie ergibt sich vielmehr aus dem Ausmaß von Binnenvarianz an den einzelnen Studienbereichen und der Varianz zwischen den untersuchten Studienbereichen. Wenn in einem Fach die Unterschiede zwischen einzelnen Hochschulen gering und die Antworten in den Studienbereichen sehr heterogen ausfallen, sind nur wenige Hochschulen in der Schluss- oder Spitzengruppe anzutreffen. Es kann dabei vorkommen, dass Studienbereiche mit gleichen oder ähnlichen Mittelwerten, aber unterschiedlich großen Konfidenzintervallen, wenn sie an der Grenze zwischen einer Extremgruppe und der Mittelgruppe platziert sind, gelegentlich in unterschiedliche Ranggruppen einsortiert werden. In seltenen Fällen kommt es dann sogar vor, dass ein Studienbereich mit einem „besseren“ Mittelwert in der Mittelgruppe landet, während derjenige mit dem „schlechteren“ Mittelwert in die Spitzengruppe einsortiert wird. Eine solche, von einer rein mittelwertorientierten Rangordnung abweichende Gruppierung ist sicherlich ungewohnt, aber keineswegs unplausibel: Die Orientierung an den Konfidenzintervallen drückt nämlich inhaltlich die Berücksichtigung der Homogenität der Beurteilungen aus, technisch die größere Schlusssicherheit auf den im statistischen Sinne „wahren“ Mittelwert der Grundgesamtheit. Es macht also durchaus Sinn, dass, in allerdings seltenen Fällen, das geringfügig schlechtere, aber von den Studierenden weitgehend übereinstimmend gefällte Urteil zu einer besseren Platzierung führt als die etwas bessere, aber auf sehr heterogenen Urteilen beruhende – und in diesem Sinne unsichere - Bewertung.

    Die Ranggruppen haben allerdings nur eine grobe, orientierende Funktion. Es finden sich durchaus auch innerhalb der Spitzengruppe und innerhalb der Schlussgruppe signifikante Unterschiede zwischen Fachbereichen. Umgekehrt bestehen zwischen vielen Studienbereichen der Mittelgruppe und den Extremgruppen keine signifikanten Mittelwertunterschiede. Die hier gewählte Ranggruppenzuordnung erlaubt aber zuverlässig die Identifikation von „gut“ und „schlecht“, wenn man das Durchschnittsurteil im Fach zum Maßstab nimmt. Dass bei sehr geringen Mittelwertunterschieden dann auch kleine Differenzen über die Zugehörigkeit zur Mitte oder zur Extremgruppe entscheiden, liegt in der Natur von Gruppenbildungen.

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    Was sagt die Zuordnung zur Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe aus?
    Eindeutige Stärken und Schwächen lassen sich nur aus roten und grünen Punkten ableiten. Gelbe Punkte bedeuten nicht Mittelmaß, sondern lassen keine eindeutige Aussage zur Studien- oder Forschungsqualität zu.

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    Umfasst der Vergleich nur subjektive Urteile über die Universitäten?
    Häufig wird dem Hochschulvergleich vorgeworfen, dass er nur subjektive Meinungen und Urteile über die Hochschulen beinhaltet, die kein “echtes” Bild der Situation an den Hochschulen zeichnen können. Dieser Vorwurf trifft auf manche Vergleiche/Rankings zu, die beispielsweise ausschließlich Studierende oder ProfessorInnen oder Arbeitgeber zu ihren Einschätzungen befragt haben. Der Ansatz dieses Vergleichs ist es, aus verschiedenen Perspektiven ein genaues und differenziertes Bild der Studienbedingungen und der Leistungen der Hochschulen zu gewinnen. Hierzu zählen Einschätzungen und Urteile der Studierenden über das Studium an ihrer eigenen Hochschule ebenso wie Fakten und Tatsachen. Die Studierenden sind diejenigen, um die sich die Hochschule dreht - sie können als NutzerInnen oder KundInnen der Hochschulen die Studienbedingungen und die Lehre kompetent beurteilen.

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    Warum habe ich keinen Fragebogen erhalten, obwohl meine Studienrichtung im Vergleich vertreten ist?
    Für die Studierendenbefragung werden zufällige Stichproben von 500 Studierenden pro Studienrichtung gezogen, die im 3.-12. Semester eines Diplom-/Lehramtsstudiums, im 3.-7. Semester eines Bachelorstudiums oder im 3.-4. Semester eines Masterstudiums studieren.

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    Kann man österreichische Universitäten mit deutschen und Schweizer Universitäten überhaupt vergleichen?
    Im internationalen Vergleich wurde ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass nur vergleichbare Indikatoren in die internationale Auswertung aufgenommen werden. Einige Indikatoren wurden daher in Österreich nicht erhoben, andererseits gab es auch Fragestellungen, die nur in der österreichischen Erhebung berücksichtigt wurden.

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    Nehmen auch Fachhochschulen am Vergleich teil?
    In Deutschland und der Schweiz werden Fachhochschulen genauso gerankt wie Universitäten. Die österreichischen Fachhochschulen haben sich in den Erhebungsrunden 2005-2007 in Form eines Probelaufes beteiligt, die Ergebnisse werden nicht veröffentlicht.

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    Was ist ein Studien- bzw. Fachbereich?
    Ein Studienbereich setzt sich aus Fachbereichen zusammen, die inhaltlich zusammengehörige Studienrichtungen beinhalten. Der Studienbereich
    Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften etwa enthält z.B. in Österreich 6 Fachbereiche, die sich beim Hochschulvergleich 2005 wie folgt zusammensetzen:

    Studienbereich Fachbereich Studienrichtung Studienform
    Betriebswirtschaft Angewandte Betriebswirtschaft

    Diplomstudium

    Betriebswirtschaft

    Bakkalaureat

    Betriebswirtschaft

    Diplomstudium

    Internationale Betriebswirtschaft

    Diplomstudium

    Internationale Wirtschaftswissenschaften
    Studienschwerpunkt Betriebswirtschaft

    Diplomstudium

    Wirtschaftswissenschaften - Studienschwerpunkt Betriebswirtschaft

    Diplomstudium

    Politikwissenschaft Politikwissenschaft

    Diplomstudium

    Rechtswissenschaften Integriertes Diplomstudium der Rechtswissenschaften

    Diplomstudium

    Rechtswissenschaften

    Diplomstudium

    Soziologie Soziologie (Geisteswissenschaften)

    Bakkalaureat

    Soziologie (Geisteswissenschaften)

    Diplomstudium

    Soziologie (Sozialwissenschaften)

    Bakkalaureat

    Soziologie (Sozialwissenschaften)

    Diplomstudium

    Volkswirtschaft Volkswirtschaft

    Bakkalaureat

    Volkswirtschaft

    Diplomstudium

    Wirtschaftswissenschaften - Studienschwerpunkt Volkswirtschaft

    Diplomstudium

    Wirtschaftsinformatik Wirtschaftsinformatik

    Bakkalaureat

    Wirtschaftsinformatik

    Diplomstudium

     

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