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Beendigung der Kooperation der AQA mit dem Centrum für Hochschulentwicklung CHE im Rahmen des Hochschulvergleichs

Die AQA hat sich nach umfassender Kritik am ersten Durchlauf und zur Förderung der Akzeptanz des Rankings um methodische Verbesserungen und Weiterentwicklungen des CHE-Ranking bemüht und die Zusammenarbeit mit den Universitäten im Hinblick auf die Qualitätskontrolle vor Veröffentlichung der Ergebnisse verstärkt. Der AQA war es zudem wichtig, eine Qualitätssicherung der Methodik und der veröffentlichten Ergebnisse zu gewährleisten, die durch eine fachliche Begleitung durch einen Fachbeirat sowie einen Statistikexperten unterstützt wurde.

Auf Grundlage der Beratung wurden methodische Verbesserungen als notwendig erachtet, die vom CHE nicht mitgetragen wurden. Die AQA hat sich aus diesem Grund zur Nicht-Veröffentlichung folgender Indikatoren entschlossen, die für deutsche Universitäten publiziert wurden:

  • Indikatoren aus Studierendenurteilen, die auf weniger als 30 Rückantworten basieren
    Ergebnisse aus der Studierendenbefragung, die auf weniger als 30 Rückantworten basierten, wurden nicht veröffentlicht. Das CHE legt die Untergrenze bei 15 Rückantworten fest.
  • Reputationsindikator
    Die Fragestellung zur Erhebung des Reputationsindikators wurde durch das CHE für die deutsche Erhebung nach Fertigstellung des in Österreich eingesetzten Fragebogens geändert, worüber die AQA nicht informiert wurde. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse, die auf unterschiedlichen Fragestellungen beruhten, war daher nicht vertretbar, worauf bereits im Jänner 2007 im Rahmen eines Treffens mit VertreterInnen des CHE sowie der internationalen Fachbeiratssitzung hingewiesen wurde.
    Hiervon unabhängig wurde die Auswertungsmethodik für diesen Indikator als statistisch nicht vertretbar erachtet.
  • Ergebnisse der bibliometrischen Analyse des Fachbereiches Elektro- und Informationstechnik
    Der Fachbeirat zeigte sich in der Sitzung am 25.01.2007 in München zurückhaltend gegenüber den Ergebnissen der bibliometrischen Analysen für den Fachbereich ‚Elektro- und Informationstechnik’. Der österreichische Vertreter des Fachbeirates äußerte bereits zuvor Bedenken gegenüber einer Veröffentlichung, die dem CHE mitgeteilt wurden.

Die Nicht-Veröffentlichung einzelner Indikatoren erfolgte ausschließlich methodenbedingt und ergebnisunabhängig und betraf daher Wertungen in der Spitzen-, der Mittel- und der Schlussgruppe.

Das Verfahren zur Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgte vertragskonform entsprechend den schriftlichen Vereinbarungen, die CHE und AQA gemeinsam getroffen hatten. Die zuletzt durch einen Mitarbeiter des CHE in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe entbehren jeder seriösen Grundlage. Sie sind allerdings ein Hinweis auf die erheblichen Schwierigkeiten, auf welche die AQA mit ihrem Anliegen einer Qualitätskontrolle der Methodik und der Erhebungsergebnisse stieß. Die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem CHE war ein folgerichtiger Schritt, der zwar vom CHE ausging, aber auf die volle Zustimmung der wissenschaftlichen Leitung der Steuerungsgruppe der AQA stieß. Den Ausstieg Österreichs und der Schweiz aus dem CHE-Ranking mit einer veränderten Internationalisierungsstrategie zu erklären, lässt die Frage offen, weshalb diese Strategie modifiziert wurde.

Anke Hanft, Leiterin der Wissenschaftlichen Steuerungsgruppe

Alexander Kohler, Geschäftsführer



 

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